Ziele

Wo wollen wir hin? - Was wollen wir erreichen?

 

Das ist die "Kardinalsfrage", die am Anfang eines jeden Prozesses steht. Die Definition eines oder mehrerer Ziele ist eine wesentliche Voraussetzung für einen späteren Erfolg.

 

Warum ist eine Zielformulierung wichtig?

Wenn ich nicht weiß, wohin ich will und was ich erreichen möchte, dann kann jeder Schritt genauso falsch wie richtig sein. Ich werde es vielleicht nicht einmal erfahren.

 

Wo soll es also hingehen?

Mit dieser Frage haben sich die Projektverantwortlichen bereits im Vorfeld der Stadtteilerneuerung befasst. Ein gut formuliertes Ziel muss zunächst positiv formuliert sein. Man sollte also formulieren, was man will und nicht, was man nicht will. Desweiteren muss ein Ziel auch "machbar" sein. Es macht wenig Sinn, sich etwas vorzunehmen, von dem man weiß, dass es nicht erreichbar ist. Ein weiteres Kriterium für eine Zieldefinition ist die Konkretheit der Zielbeschreibung. Nur ein konkretes Ziel lässt sich später auch überprüfen.

 

Die Projektverantwortlichen haben folgende Leitziele definiert, die mit dem integrierten Handlungskonzept auch vom Rat der Stadt bestätigt wurden. (Download Integriertes Handlungskonzept am Ende des Artikels und im Downloadbereich).

 

 

I.          Leitziel: Stabilisierung des Mietniveaus  / Sanierung der Wohnverhältnisse

Strategische Ziele:

A.      Verbesserung der Gebäudesubstanz

B.      Imageverbesserung Gebäude/ Stadtteil

C.      Erreichen einer hohen Identifikation der Bewohnerschaft mit dem

neuen Stadtteil und Wohnstandort

D.      Schaffung der Investitionsbereitschaft der Eigentümer

 

 

II.         Leitziel: Verbesserung des Wohnumfelds

          Strategische Ziele:

A.      Schaffung von Aufenthaltsqualität

B.      Verbesserung der technischen und sozialen Infrastruktur

C.      Schaffung von Treff- und Kommunikationsorten

 

 

III.        Leitziel: Schaffung einer sozialen Stabilität / Entwicklung    eines

Stadtteillebens

Strategische Ziele:

A.      Erreichen der Identifikation der Bewohnerschaft mit dem Stadtteil

B.      Förderung der endogenen Potentiale

C.      Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe

D.      Abbau von Konfliktpotentialen

E.      Verstetigung der Strukturen

 

 

IV         Leitziel: Abbau ökonomischer Nachteile

Strategische Ziele:

A.      Verbesserung der Bildungschancen

B.      Förderung der Beschäftigungsfähigkeit

C.      Förderung der lokalen Ökonomie

 

Warum wurde eine offene Zielformulierung gewählt und wie stellen wir fest, wann wir was erreicht haben?

Für eine offene Zielformulierung sprechen eine ganze Reihe von Gründen: nur eine offene Zielformulierung ermöglicht die Teilnahme von Bürgern an der Zielformulierung. Während in der Vorbereitungszeit lediglich Verwaltung und Politik an der Zielformulierung mitgewirkt haben, konnten hieran im weiteren Diskussionsprozess auch die Bürger teilnehmen und Einfluss nehmen.

Dies ist bereits im Starterworkshop im Oktober 2002, in jährlichen Stadtteilforen und vor allem im regelmässig tagenden Gremium AG Süd-West-Total geschehen. Bürger hatten hier Gelegenheit, ihre Wünsche, Vorstellungen und Ideen einzubringen. Eine Dokumentation des Starterworkshops finden Sie hier (*.pdf, 673 KB). Aber auch Bewohner und Akteursumfragen sowie spezielle Planungsveranstaltungen zu aktuellen Themen wurden und werden regelmässig durchgeführt.

 

Wirkungen, Ergebnisse und Sachstand finden Sie auch im Kapitel Wirkungskontrolle.

 

 

Integriertes Handlungskonzept Bergheim Süd-West Oktober 2001
Integriertes Handlungskonzept.pdf
PDF-Dokument [531.2 KB]