Pluspunkte und Themen in Süd-West

 

 

Bei all seinen Problemen hat Süd-West auch gute Seiten, also Pluspunkte. Diese bildeten die Basis für das integrierte Handlungskonzept und die Fortschreibungen:

  • Das Gebiet an der Erft hat eine landschaftlich schöne Lage: Naturschutzgebiet
  • Der Stadtteil liegt nahe am Stadtzentrum von Bergheim mit Fußgängerzone, Stadt- und Kreisverwaltung, Krankenhaus etc. Auch die Versorgung durch preiswerte Handelsmärkte ist gedeckt.
  • Mit Grund-, Haupt-, Realschule und Gymnasium sind alle Schulformen sowie zwei Kindertagesstätten im Programmgebiet vorhanden.
  • Abstandsflächen zwischen den Gebäuden mit gutem Baumbestand und Platz zur Neugestaltung.
  • Viele Hausverwaltungen haben zum Projektstart in Vertretung der Eigentümergemeinschaften bereits signalisiert, die baulichen Strukturen sanieren und die hohen Mietnebenkosten senken zu wollen. Bis 2010 sind bereits ca. 11. Mio Euro in den Wohnungsbestand investiert worden.
  • Auf Stadtebene bestehen Bemühungen, Langzeitarbeitslose und Jugendliche zu qualifizieren und in Beschäftigung zu bringen. Mit unterschiedlichen Trägern sind Kooperationen aufgebaut worden. Ein Beschäftigungsträger führt Maßnahmen in der Grünflächenpflege sowie im Landschaftsbau und im Themenbereich Integration aus.
  • In leer stehenden Wohnungen, Ladenlokalen und Gebäuden können und konnten vielfältige neue Nutzungen etabliert werden. Die "soziale Mitte" mit Bürgertreff FuNTASTIK, Beschäftigungsträger und Beratungseinrichtungen sowie Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege ist gewachsen.

 

Neben den zahlreichen baulichen, beschäftigungsfördernden und sozialen Ansätzen und der Aktivierung von Bewohnern geht es insbesondere darum, die Bereitschaft zur Eigeninitiative zu wecken. Ziel war und ist es, die Spirale aus sich verstärkenden Belastungen und der sich ergebenden Perspektivlosigkeit zu durchbrechen. Besondere Förderung erfahren daher die zahlreichen durch Ehrenamtler betreuten Gruppen, die sich seit vielen Jahren im Stadtteilbüro bzw. im FuNTASTIK treffen.

Themen der Erneuerung

Handlungsschwerpunkte liegen baulich darin, den öffentlichen

Raum neu zu strukturieren, die Grünstrukturen als Spiel- und Freiflächen neu

zu gestalten und zu verbinden sowie bestehende Spielbereiche zu sanieren und

zum anderen Möglichkeiten für Mietergärten zu überprüfen. Auch das Umfeld der

Wohnparkanlagen soll umgebaut werden. Ein weiterer Fokus wird auf die Schaffung

einer zentralen Bereichsmitte mit Stadtteilbüro, Initiativen und neuen Versorgungseinrichtungen sowie einer verbesserten Erreichbarkeit gelegt.

 

Im Wohnungsbau geht es um Modernisierung, Instandsetzung vor allem um energetische Sanierung und eine Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes. Daher werden Fassadengestaltung und Hausumfeldgestaltungen gefördert.

 

Beim Themenfeld Infrastruktur werden leer stehende Ladenlokale reaktiviert, oftmals durch soziale Träger und durch das Stadtteilbüro neu besetzt. Auch der Anbau vom Jugendzentrum und der Bau des neuen Zentrums FuNTASTIK standen auf der Agenda.

 

Weiteres Thema ist die Verbesserung der Beschäftigungssituation von Jugendlichen. In Kooperationen und bestehenden Vereinen und Firmen soll das Schaffen von wohnortnahen Arbeitsplätzen und Beschäftigungsmöglichkeiten überprüft und umgesetzt werden.

 

Im Bereich Soziales wird neben Betreuungs- und Freizeitangeboten vor allem die Ursachen der Benachteiligung bekämpft und die Selbsthilfe gestärkt.