Bildung, Arbeit, Beschäftigung - Viele Köche ein Erfolgsrezept

Kreatives Süd-West

Unter dem Leitziel ´Abbau ökonomischer Nachteile geht es um Verbesserung der Bildungschancen, Förderung der Beschäftigungsfähigkeit und Förderung der lokalen Ökonomie. Das Programmgebiet Bergheim Süd-West ist überwiegend Wohngebiet, Flächen zur Neuansiedlung von Gewerbe sind kaum vorhanden. Fußläufig sind Innenstadt, Gewerbegebiet Kenten und Gewerbegebiet Zieverich erreichbar. Daher liegt der Schwerpunkt in diesem Handlungsfeld auf der Schaffung von Bildungsvoraussetzungen, der Befähigung vornehmlich junger Menschen - insbesondere mit Migrationshintergrund - am Arbeitsmarkt teilnehmen zu können sowie die Qualifizierung von Menschen ohne Perspektive am Arbeitsmarkt. Eine enge und gute Zusammenarbeit mit der ARGE hat diese Bemühungen unterstützt. Viele bauliche Maßnahmen wurden, wie oben beschrieben durch Qualifizierungsmaßnahmen der ASH Sprungbrett e.V. begleitet.

 

Arbeitsmarktrelevante Themen, wie Bildung und Qualifikation werden kontinuierlich projektiert und für die Bewohnerschaft passgenau angeboten. So beginnt die Verzahnung zwischen Arbeitsmarktförderung und Bildungsarbeit bereits in der vorschulischen Bildung. Im lokalen Familienzentrum “Abenteuerland“ wird neben Frühförderung und Spracherwerb auch Elternarbeit sowie Nachbarschaftshilfe und Musikprojekte angeboten. Neben der vorschulischen Bildung konzentriert sich das Stadtteilprojekt in der Philosophie der ganzheitlichen Bildungs- und Arbeitmarktförderung auch auf die Schulen im Stadtteil. Für alle Altersgruppen werden bis heute vor allem Angebote geschaffen, die sich an dem überwiegend niedrigen Qualifizierungsgrad der jugendlichen Bewohnerinnen und Bewohner ausrichten. Dabei wurden durch verschiedenartige Projekte folgende beschäftigungspolitischen Teilziele verfolgt:

  • Verbesserung der Bildungsangebote in Schulen und Kindergärten
  • Förderung von Bildungsvoraussetzungen durch musische, kreative und Bewegungsangebote
  • Unterstützung von Kindern und Jugendlichen im schulischen und außerschulischen Bereich,
  • Verbesserung der schulischen Bildung/ • Verbesserung des Überganges Schule/ Beruf
  • Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von jungen Menschen durch Vermittlung von Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit, Teamfähigkeit, Engagement, Stärkung des Selbstwertgefühles sowie der familiären Strukturen, Verantwortungsbewusstsein,
  • Stärkung von Erziehungskompetenzen
  • Alphabetisierung und Sprachkurse für Migrantinnen
  • Verbesserung der sozialen und ethnischen Integration.

Bis Ende 2009 bzw. teilweise noch laufend wurden in Kooperation mit zehn verschiedenen Trägern insgesamt 22 Maßnahmen in der Regel als Mehrzielprojekte initiiert und umgesetzt. Hier konnten bisher 192 Personen (Schätzung Stadtteilbüro durch Abfrage bei den Kooperationspartnern und eigene Erhebungen) durch direktes Wirken in Arbeit, Ausbildung oder Praktika vermittelt werden.