Zentrum FuNTASTIK

Herzstück des Stadtteils ist seit September 09 das Zentrum für Familie, Nachbarschaft, soziale Themen, Integration und Kultur (genannt FuNTASTIK), das allen Initiativen und Vereinen ein neues zu hause bietet.
Als Kristallisationspunkt in Bergheim Süd-West ist es am Rand der der Parkanlage Süd-West-Wiesen mit seinen Spiel- und Aufenthaltsflächen und am zentralen Parkplatz Albrecht-Dürer-Allee errichtet worden. Das Gebäude vom Architekt Ralf Hatzmann hat eine Fläche von ca. 360 qm und ist als ebenerdiges barrierefreies Gebäude errichtet worden. Das neue Zentrum ist zum Parkplatz hin mit einer bunten Fassade und einem großen Bereich mit Fenstern, damit es für die Öffentlichkeit direkt sichtbar und einsehbar ist. Es ist baulich auffällig, kostengünstig, robust und mit energiesparender Technik ausgestattet. Der Platz davor ist mit bunten Stelen und mit Sitzbänken auf denen die Bewohner Mosaike gelegt hatten, sowie einem Bodenmosaik gestaltet worden.

Das neue Haus ist die räumliche Voraussetzungen zur Verstetigung der Stadtteilarbeit und ist gefördert im Rahmen des Modellprojektes „Soziale Stadt - Wir setzen Zeichen". Ein attraktives Zentrum für bürgerschaftliches Engagement im Stadtteil, zur Gewährleistung von Vernetzung, als Kommunikationszentrum sowie Treffpunkt und Zentrum für Bürgeraktivierung und Bürgerbeteiligung als wesentliche Voraussetzung für ein bürgerschaftliches Miteinander in vielen Facetten des gesellschaftlichen Lebens ist hier entstanden. Das zeigt auch, dass innerhalb weniger Monate so viele Projekte stattfinden, dass inzwischen das Haus in der Woche tagsüber ausgebucht - oft sogar von mehreren Gruppen gleichzeitig belegt ist. Zur Vermietung an Private oder Soziale Träger stehen ebenfalls die Samstage und jeder 2. Sonntag zur Verfügung. Mit diesen Einnahmen werden Instandhaltungskosten und kleinere Anschaffungen gedeckt. Auch die Stabilisierung und Weiterentwicklung der Kooperation des Familienzentrums „Abenteuerland" sowie mit den anderen sozialen Projekten im Stadtteil, die sich in direkter Nähe angesiedelt haben ist gelungen. In Süd-West wird eben nicht nur in Steine und lebenswertes Wohnumfeld investiert, sondern vor allem in die sozialen und nachbarschaftlichen Netzwerke.

So stellen auch die Akteure und Nutzer des Hauses gerne fest: „Ganz wichtig für das Stadtteilprojekt wird immer wieder das „schöne neue FuNTASTIK" genannt. „So ein schönes neues Haus mit so vielen Möglichkeiten" motiviere zu Engagement und Initiative. Darauf sei man im Stadtteil stolz" (Expertenumfrage 2010, S. 3).

August 2009: Kisten Körbe und jede Menge Krempel

Stadtteilbüro ist in die neuen Räume im FuNTASTIK umgezogen

Tagelang haben sie Schränke abmontiert, Akten sortiert und Kisten gepackt. Vor allem im Keller des alten Stadtteilbüros hatte sich im Lauf der Jahre eine Menge Krempel angesammelt. Jetzt endlich konnten die Mitarbeiter des Stadtteilbüros Bergheim Süd-West umziehen. Im Bürger- und Familienzentrum an Meißener Straße 7 bezogen sie ihre neuen Büroräume inmitten der „Süd-West-Wiesen" in direkter Verbindung zum Familienzentrum Abenteuerland.

Auch in Sachen umweltfreundliche Energie hat die Kreisstadt Bergheim hier ein Zeichen gesetzt: Das Haus hat eine besonders gute Wärmedämmung (Niedrigenergiehausstandard) wird über eine Luft-Wärme-Pumpe (Förderung durch die RWE) beheizt und hat eine Solaranlage zur Stromerzeugung auf Teilen des Daches. Dank der Förderung aus den Sondermitteln des Bundes und des Landes „Wir setzen Zeichen" konnte die Kreisstadt Bergheim 670.000 Euro für den Neubau und den Grundstückskauf bewilligt bekommen, davon trägt die Stadt 20 Prozent der Kosten.

Kern des FuNTASTIK ist der große Gruppenraum, mit Terrasse in den Park, der auch für Veranstaltungen nutzbar ist. Hier und in zwei weiteren Gruppenräumen können künftig auch zeitlich parallel Treffen von Gruppen und Beratungen von unterschiedlichsten Trägern stattfinden. Die Teeküche bietet die Möglichkeit zur Eigenversorgung der Gruppen. Das Raumprogramm hat der Architekt Ralf Hatzmann in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilbüro und den künftigen Nutzern entwickelt. Wichtig war dabei ein offenes, modernes und repräsentatives Haus mit einladendem Charakter „zum Wohlfühlen" zu planen. Platz für bürgerschaftliches Miteinander in vielen Facetten des gesellschaftlichen Lebens: Man (Frau) trifft sich, musiziert, spielt, tanzt, philosophiert, plaudert, kocht, bastelt, isst, malt und lernt miteinander und voneinander. In den vergangen sechs Jahren ist viel aufgebaut worden, diese Beteiligungs- und Kooperationsstrukturen im Stadtteil sollen hier weitergeführt und verstetigt werden. Neben dem Stadtteilbüro ist auch der Stadtteilverein SüdWestWind eingezogen.

Juni 2009: FuNTASTIK öffnet seine Pforten

Hans-Peter Lindlar und Maria Pfordt eöffnen neus Bürger- & Familienzentrum

Endlich war der große Tag gekommen: Am 27. Juni 2009 eröffnete Bürgermeisterin Maria Pfordt im Rahmen des Stadtteilfestes gemeinsam mit Regierungspräsident Hans Peter Lindlar das neue Bürger- und Familienzentrum FuNTASTIK. Maria Pfordt: "Das neue Haus steht am rechten Fleck, nämlich im Zentrum des Viertels." "Es soll ein Veranstaltungshaus für alle Generationen sein. Wir sind eine große Familie in Süd-West."

Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar: "Ich bin gekommen, um zu schauen was aus dem Geld geworden ist, das wir nach Süd-West gegeben haben." Er bezeichnete das Funtastik als das "neue Zuhause des Viertels". Bis heute wurden 4,5 Millionen Euro an Landesmitteln in Süd-West investiert. Noch in diesem Jahr werden weitere 1,2 Millionen bewilligt. Sowohl Pfordt als auch Lindlar lobten die ökologische Bauweise. Das Funtastik ist ein Niedrigenergiehaus mit einer Fotovoltaikanlage sowie einer Luftwärmepumpe.

 

Dezember 2009: Ministerpräsident besuchte Bergheim SüdWest

Eine rote Mütze hatte er nicht dabei, dafür bekam er einen gelben Helm. Dennoch gab Ministerpräsident Jürgen Rüttgers gestern gleich zwei große Nikolausgeschenke im Stadtteilbüro Bergheim Süd-West ab. Die erste schwarze Mappe enthielt einen Zuwendungsbescheid von 40.000 Euro für das Erftauen-Projekt „Terra nova" im Rahmen der Regionale. Der zweite Umschlag war noch dicker. Darin befanden sich nämlich zwei Schecks für den Stadtteil Bergheim Süd-West. Mit 775.000 Euro wird die Stadtteilerneuerung im Rahmen des Programms „Soziale Stadt" gefördert. Weitere 701.000 Euro gehen an ein Modellprojekt, mit dem die Schul- und Bildungsabschlüsse von Jugendlichen im Viertel verbessert werden sollen. Unser Foto zeigt Jürgen Rüttgers bei der Besichtigung der Baustelle an der Albrecht-Dürer-Allee. Hier entsteht das Familien- und Bürgerzentrum FuNTASTIK.

Bauabschnitte 2008/09

Mai 2008: Baubeginn für neues Bürger- & Familienzentrum

Es soll ein Gebäude "zum Wohlfühlen" werden. Jeder Besucher soll sich im neuen Bürger- und Familienzentrum FuNTASTIK (Zentrum für Familie und Nachbarschaft, Toleranz, Aktivität, Soziale Themen, Integration und Kommunikation) herzlich willkommen fühlen. Derzeit ensteht auf dem Gelände des ehemaligen evangelischen Kindergartens an der Meißener Straße 7 ein Neubau.

 

Im eingeschossigen Haus mit einer Grundfläche von rund 300 Quadratmetern soll die Arbeit des Stadtteilbüros und der zahlreichen Gruppen, die sich dort treffen und dort arbeiten, weitergeführt werden. Gleichzeitig bietet das Bürgerzentrum eine Ergänzung für die, vom Land als Familienzentrum anerkannte, Kita Abenteuerland. In zentraler Lage, eingebunden in die neue Parkanlage Kenten soll hier ein offener Treffpunkt und soziales Zentrum mit besonderer Architektur entstehen. Finanziert wird der Bau über das Sonderprogramm des Landes NRW „Wir setzen Zeichen" in Ergänzung zum Förderprogramm Soziale Stadt NRW. Die Kosten von rund 630.000 Euro werden zu 80 Prozent vom Land und zu 20 Prozent von der Stadt getragen. Das Bürgerzentrum bietet Raum für größere Veranstaltungen, zeitlich parallel stattfindende Treffen kleinerer Gruppen, kleine Gastronomietätigkeiten sowie Beratungs- und Koordinationstätigkeiten des Stadtteilbüros.

 

Der Entwurf für das neue Gebäude kommt vom Architekturbüro Ralf Hatzmann, der die künftigen Nutzer zu einer Planungswerkstatt eingeladen hatte. Das Gebäude hat einen offenen, modernen, repräsentativen aber auch einladenden Charakter. Die Bewohner des Stadtteils sollen sich mit dem Zentrum identifizieren. "Ziel meiner Architektur ist es, den Stadtraum zum Platz hin zu schließen. Das große Wohnzimmer ist das Tor zum Park", erklärt Architekt Ralf Hatzmann. Er möchte, dass die Menschen, die den Gruppenraum nutzen, auch bei schlechtem Wetter das Gefühl haben, mitten im Park zu sitzen. Die Gestaltung der Räume berücksichtigt eine klare Gestaltungslinie und Orientierung. Das Gebäude wird als ebenerdiger Baukörper (rund 32 Meter lang und 11 Meter breit) angeordnet, in dem der Veranstaltungsraum als besonderes Element - höher, transparenter und mit anderer Dachform als das übrige Gebäude - herausgestellt wird. Aus Gründen der Kostenersparnis und der barrierefreien Zugänglichkeit wird sowohl auf Kellergeschoss als auch auf ein Obergeschoss verzichtet. Besonders auffällig ist die Glasfassade des 80 Quadratmeter großen Gruppenraums, der sich mit einer Terrasse zum Park hin öffnet. An diesen Kernraum schließt sich eine Küche mit Theke an. Zwei kleinere Gruppenräume mit je 20 Quadratmetern ergänzen das Angebot. Im Bürotrakt sind ein Besprechungszimmer, zwei Büros sowie ein Lageraum geplant. Hinzu kommen sanitäre Einrichtungen. Die Fassade wird grau verklinkert, farbige Elemente lockern das Bild auf. "Wir machen die Weihnachstfeier in diesem Jahr auf der Baustelle", hofft Stadtteilkoordinatorin Antje Eickhoff. Im Frühjahr soll dann die ofizielle Einweihung gefeiert werden.

April 2008: Wir machen "Platz da!"

Abrissparty im alten evangelischen Kindergarten

Schwerstarbeit musste Bürgermeisterin Maria Pfordt am Abend des 16. April leisten. Im Rahmen der Aktion "Platz da" durchbrach die Bürgermeisterin gemeinsam mit Tom Juschka, Leiter des Stadtteilbüros Bergheim Süd-West, Projektleiter Horst-Günter Lankers, Todde Kemmerich vom Jugendkulturverein "Woanders" und Ratsmitglied Reinhard Jütte mit Hilfe eines Holzbalkens die Fassade des alten evangelischen Kindergartens, um PLATZ für den Neubau des Familien- und Bürgerzentrums FunTASTIK zu schaffen.

 

Das Stadtteilbüro hatte am Mittwoch Abend zur Abrissparty eingeladen. Im Frühjahr 2009 soll an der Meißner Straße das neue Bürgerzentrum FuNTASTIK eröffnet werden. Als letztes „durchschlagendes" Ereignis fand nun eine Ausstellung mit Musik und Feuer statt. Gezeigt wurden Modelle, die Schüler und Schülerinnen der 9d der Geschwister-Scholl-Realschule innerhalb eines Projektes angefertigt hatten. Unter der Leitung von Todde Kemmerich und Jan Kryszons hatten sie sich mit den Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche in Bergheim befasst. In den Architekturmodellen stellten sie ihre Wünsche dar: ein Kino, ein attraktives Freibad, ein Einkaufszentrum. Die Gäste sahen außerdem einen Film, den die Jugendlichen gedreht hatten. Ein gelungener Auftritt der Süd-West-Band, die seit kurzem in neuer Besetzung spielt, sowie ein abendliches Lichtspektakel mit zwei Feuerschluckern rundeten das Programm ab. „Wir feiern nicht nur in Süd-West, wir schaffen auch Platz für Neues", griff Bürgermeisterin Maria Pfordt den Slogan des Abends auf und lobte die Arbeit in Süd-West: „Wir sind stolz, dass wir für unser Projekt auch Zuspruch von der Landesregierung bekommen und werden uns im nächsten Jahr im neuen Haus wiedertreffen." (bb)

Februar 2008: Die Bäume fallen

Dezember 2007: Manchmal werden Wünsche wahr

Ministerpräsident Dr Jürgen Rüttgers überreichte Zuwendungsbescheid für Bürgerzentrum

Gleich zwei schönes Geschenke hatte Ministerpräsident Dr Jürgen Rüttgers am Nikolausabend bei seinem Besuch im Stadtteilbüro im Gepäck. Zunächst übergab er Bürgermeisterin Maria Pfordt den erwarteten Zuwendungsbescheid in Höhe von 530 000 Euro für den Bau des Familienzentrums „FuNTASTIK". Baubeginn ist im Februar 2008. Dann nämlich wird zunächst einmal der ehemalige evangelische Kindergarten dem Abrissbagger zum Opfer fallen.

 

Die Eröffnung des neuen Bürgerzentrums ist für das Frühjahr 2009 geplant. „FuNTASTIK" wird dann eins von fast 1000 bereits in NRW bestehenden Bürger- und Familienzentren sein. „NRW soll das kinder- und familienfreundlichste Bundesland werden", so der Ministerpräsident. Um dieses hohe Ziel zu erreichen stellt das Land weitere Fördermittel in Höhe 694 00 Euro zur Verfügung, womit unter anderem die Umgestaltung des Berliner Ringes sowie die Errichtung neuer Spielplätze, Grünanlagen und Wege unterstützt werden soll. Mit letzterem hatten an diesem Abend weder der Leiter des Stadtteilbüros Tom Juschka noch der Beigeordnete Norbert Feith oder Bürgermeisterin Maria Pfordt gerechnet. Dazu Dr. Jürgen Rüttgers: „Es ist nicht üblich, dass ich solche Bescheide persönlich übergebe. Durch meinen Besuch möchte ich zum einen zum Ausdruck bringen, dass ich die hier in Süd-West geleistete Arbeit sehr schätze. Zum anderen ist mir das Signal wichtig, dass die Kinder im Focus der Arbeit der Landesregierung stehen."

2006: Stadtteilbüro bewirbt sich für neues Bürger- & Familienzentrum

Unter dem viel versprechenden Titel FuNTASTIK (Zentrum für Familie und Nachbarschaft, Toleranz, Aktivität, Soziale Themen, Integration und Kommunikation) wird derzeit für Bergheim-Süd-West ein neues Bürger- und Familienzentrum auf dem Gelände des ehemaligen evangelischen Kindergarten in der Meißener Straße 7 geplant. Durch den eingeschossigen Neubau mit einer Grundfläche von rund 300 Quadratmetern soll die Arbeit des Stadtteilbüros und der zahlreichen Gruppen, die sich dort treffen und dort arbeiten verstetigt werden. Gleichzeitig bietet das Bürgerzentrum eine Ergänzung für die, vom Land als Familienzentrum anerkannte, Kita Abenteuerland. In zentraler Lage, eingebunden in die neue Parkanlage Grünfläche Kenten, die ab Herbst gebaut wird, soll hier ein offener Treffpunkt und soziales Zentrum mit besonderer Architektur entstehen.

Der Entwurf für das neue Gebäude kommt vom Architekturbüro Ralf Hatzmann, der zuerst zusammen mit dem Stadtteilbüro alle künftigen Nutzer zu einer Planungswerkstatt am 27. August einlud. „Wir setzen Zeichen" heißt das Sonderförderprogramm für Projekte aus der "Sozialen Stadt NRW", für die sich das Stadtteilbüro in 2006 mit dem Konzept für FuNTASTIK beworben hatte. Eine Förderung ist inzwischen in Aussicht gestellt worden, die baureifen Pläne und Kostenberechnungen wurden eingereicht und wir warten auf die Zusage der Förderung. Erst dann und wenn die Politik dem Vorhaben weiterhin positiv gegenüber steht, haben wir grünes Licht für das Projekt. Die Baukosten sollen sich auf rund 630.000 Euro belaufen, wovon 80 Prozent das Land übernimmt. 20 Prozent der Kosten trägt die Stadt. Erste Schritte sind gemacht: Die Stadt Bergheim konnte sich mit der Kirche über die Rückübertragung des Grundstücks und über die Restwertzahlung für das Gebäude einigen. Bürgerausschuss, Finanzausschuss und Presbyterium der Kirche stimmten zu, so dass die Stadt das Grundstück schon bald wieder ihr Eigen nennen darf.