Verkehrsberuhigung am Berliner Ring

Die erste bauliche Maßnahme im öffentlichen Straßenraum war 2007 und 2008 die Verbesserung des Berliner Ringes im Teilabschnitt zwischen Albrecht-Dürer-Allee und Leipziger Straße nach Plänen des Verkehrsplanungsbüros Kaulen. Damit ist auch dem Ziel eines neuen Images für den sanierten Wohnungsbestand in einer aufgewerteten Straße entsprochen worden.

 

Der Berliner Ring - heute Turmallee und Kentener Wiesen - ist schon seit vielen Jahren als Tempo-30-Zone ausgewiesen, aber daran hat sich kaum einer gehalten. Deshalb und weil die Straße durch ihre Breite zum Rasen und ungeordneten Parken verleitet hat und viel zu wenige sichere Überquerungsmöglichkeiten für Fußgänger da waren, musste eine bessere Gestaltung her. Hierbei wurde viel Wert auf eine neue Beleuchtung und auf die Straßenbegrünung gelegt. Auch sollten an der Turmallee die sanierten Häuser mit einer schöneren Straße veredelt werden, eben ein ganz neuer Charakter und nicht nur ein neuer Name. Die Eröffnung und neue Namensgebung vom ersten Abschnitt fand als Straßen- und Stadtteilfest im September 2008 statt.

 

Die Überarbeitung des weiteren Teilabschnittes zwischen Leipziger Straße und Chaunyring ist im Jahr 2007 provisorisch in Form von Markierungsarbeiten als Sofortprogramm angelegt worden. Der Umbau fand dann im Jahr 2009 mit Einweihung und Umbenennung in „Kentener Wiesen" im Dezember statt. Grundgestaltungsprinzipien sind wie im Abschnitt Turmallee die überfahrbare Mittelinsel, die Neuordnung von Parkplätzen, die Verbreiterung der Einmündungsbereiche zugunsten der Fußgänger, neue Beleuchtung, Querungshilfen und ein überfahrbarer Kreisverkehr an der Magdeburger Straße.

 

Die gesamte Umgestaltung folgt den Prinzipien der barrierefreien Gestaltung, d.h. die Bordsteine sind abgesenkt und es wurden taktile Führungshilfen (die Steine an denen sich Blinde orientieren können) eingebaut. Zur Attraktivierung des Straßenraumes werden Pflanzbeete mit Straßenbäumen angelegt.