Spielplätze "Stadt" & "Fluß" in Zieverich

Die Spielplätze am Roten Wohnpark an der Otto-Hahn-Straße und nahe der Erft am Wohnpark Gutenbergstraße waren das Auftaktprojekt der Stadterneuerung. Der baulich schlechte Zustand der vorhandenen Spielplätze und das unzureichende Angebot für die vielen Kinder und Jugendlichen (in 2002 ca. 400 Kinder und 250 Jugendliche) der Wohnparks war Anlass für die Neuplanung. Besonderheit ist hier, dass die Spielplätze nicht auf dem Grundstück der Stadt Bergheim liegen, sondern der Wohnungsgesellschaft (damals LEG Rheinland) und Eigentümergemeinschaft Gutenbergstraße, die sich im Gegenzug für die neuen Spielplätze zur Unterhaltung und Pflege der Anlagen für 20 Jahre gegenüber der Stadt Bergheim verpflichtet haben.

 

Um die Identifikation der Bewohner mit ihren Spielplätzen zu erreichen, war es von großer Bedeutung, dass alle Beteiligten die Möglichkeit haben, an der Gestaltung mitzuwirken. Ein Kinder-Workshop bildete den Startpunkt, wobei die Wünsche der Kinder in der Planung berücksichtigt wurden. Zudem fanden Müllaktionen und Mitbauaktionen statt.

 

Die Konzeption des Büros Smeets+Damatschek achtet auf folgendes: Alle Altersgruppen können in unterschiedliche Erlebnisräume eintauchen. Durch zahlreiche Spielgeräte und Naturmaterialien werden die Bedürfnisse nach Bewegung, sinnlicher Wahrnehmung, Kreativität und Abenteuer geweckt. Die Kinder werden nicht nur bespielt, sondern finden in dem Gelände ihre individuellen Erlebnisräume, in denen sie sich frei bewegen können. Die Spielbereiche für Kleinkinder wurden bewusst in die Nähe der Häuser und der „Treffs" gelegt. Bei den Angeboten für Kinder sind die Spielbereiche größtenteils einsehbar, wobei auch hier Rückzugsmöglichkeiten geschaffen werden. Jugendliche können sich in den Bereichen aufhalten, wo ein ungestörtes Treffen, abgeschirmt von der Wohnbebauung, möglich ist.

 

Das Motiv „Stadt" wurde bei dem ersten Spielplatz (Baubeginnn Juni 2003) mit den abstrahierten Stadtmauern in Form von Eichenstelen umgesetzt. Der zweite Spielplatz „Fluss" (Baubeginn Juli 2005) verdankt seinen Namen seiner unmittelbaren Nähe zum Erftkanal: die schöne landschaftliche Situation wurde aufgegriffen, der Durchblick geöffnet und die verschiedenen Spielgeräte wurden in einem offenen System in der Landschaft angeordnet.

Die Umsetzung war von Anfang an als Beschäftigungsprogramm für junge Arbeitslose geplant und wurde umgesetzt durch die ASH Sprungbrett e. V. . Im Laufe der Arbeiten haben insgesamt 50 junge Teilnehmer und 5 Anleiter beim Projekt mitgearbeitet. Die Teilnehmer konnten sich dabei qualifizieren, so dass viele von ihnen in den ersten Arbeitsmarkt weitervermittelt werden konnten.

Für die Spielplätze werden weiterhin ehrenamtliche Spielplatzpaten gesucht. Interessierte melden sich bitte im Stadtteilbüro im FuNTASTIK bei Antje Eickhoff.