Grabeland: Bohnen aus Bergheim - Minze aus Maroko

Seit 4 Jahren wird auf dem Gelände an der Sportparkstraße nun gegraben, gewässert und geerntet was der Boden so hergibt. Zwar musste zwar aufgrund von Vandalismus der Zaun teilweise erneuert werden, doch für die Pächter kein Grund die Lust am Gärtnerleben aufzugeben. Eine Idee, die von Anfang an große Nachfrage hatte, denn kaum hatte sich die Idee im Viertel herumgesprochen, da waren die Parzellen auch schon vergeben. Schließlich haben nur wenige Menschen in Bergheim Süd-West einen eigenen Garten, um dort Obst und Gemüse anzupflanzen. Für fünfzehn Hobbygärtner ging hier ein Wunsch in Erfüllung. Sie erhielten auf der bis dato ungenutzten Fläche an der Sportparkstraße gegen eine kleine Gebühr eine Parzelle.

"Grabeland" nennt sich dieses Projekt, das vom Stadtteilbüro im Jahr 2006 initiiert wurde. Das Gelände wurde eingezäunt und für die künftigen Nutzer hergerichtet. Mitarbeiter der Arbeiterselbsthilfe ASH Sprungbrett legten Kieswege zwischen den Kleingärten an. In der Mitte der insgesamt 2000 Quadratmeter großen Fläche entstand ein kleiner Platz mit Baum, Bank und Zisterne, damit die Grundstücke auch bewässert werden können. Gut 100 bis 150 Quadratmeter hat jeder Pächter zur Verfügung. Dort können Gemüse, Obst und Blumen angepflanzt werden. Dass Kleingärten keine "typisch deutsche Sache" sind, zeigt die Liste der Pächter. Hobbybauern aus Italien, Marokko, Afghanistan und Deutschland graben hier zusammen